Ausgleich in den Borghorster Elbwiesen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Ausgleich in den Borghorster Elbwiesen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Die A26 in Niedersachsen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Fischbeker Heidbrook, Foto: IBA Hamburg GmbH

Die Speicherstadt aus der Luft, Foto: Aufwind

Gewerbegebiet Neuland 23

Schonende Beleuchtung, einen hoher Grünanteil und die Nutzung regenerativerer Energien in Gewerbegebietsentwicklung zu integrieren, sind der städtebauliche Beitrag zu den Klimaschutzzielen des Senats. Das Projekt Neuland 23 wird als eines von 19 Klima-Modell-Quartieren in Hamburg geplant. Mit kühlenden Gründächern, einem integrierten Regenwasser- und Energiemanagement und Fotovoltaik-Anlagen wird die 27 Hektar große Fläche zu einem energie- und klimaeffizienten Gewerbegebiet entwickelt. 

Nachhaltige Hafenlogistik und Klima-Modell-Quartier

Um Hamburgs Gewerbeflächenpotential in Hafennähe auszubauen und als internationales Kompetenzzentrum für Logistik zu stärken, sollen an der A1-Anschlussstelle 23 in Harburg Flächen bereitgestellt und das Ansiedlungsmanagement optimiert werden. Das Gebiet Neuland 23 westlich der Bundesautobahn soll für die Nutzung von Logistikbetrieben hergerichtet werden. Da es sich bei dem Plangebiet um ein Klima-Modell-Quartier handelt, wird die Industriegebietsfläche durch die Begrünung der Dächer und reduzierte Beleuchtung in das Landschaftsbild integriert. Etwa 90 Prozent der Dachflächen sind Gründächer, die mit ihrer natürlichen Verdunstungskühle den Energiebedarf der Gebäude senken und das Lokalklima günstig beeinflussen. Als CO2-einsparende und nachhaltige Maßnahmen ergänzen die Gewinnung von Solarenergie und ein klimabegünstigendes Be- und Entwässerungssystem die Projektumsetzung. 

Besonderheiten – für den Klima- und Umweltausgleich:

  • 90 Prozent der Dachflächen sind Gründächer (Verdunstungskühle)
  • großflächige Solar-Energie-Anlagen auf dem Dach liefern regenerative Energie und wirken gleichzeitig der Austrocknung der Gründächer durch Verschattung entgegen
  • klimabegünstigendes Entwässerungskonzept mit Regenrückhaltung in Zisternen zur späteren Bewässerung der Gründächer, mit Verdunstung und Versickerung auf den Grundstücken
  • Durchgrünungsanteil des Industriegebiets von 20 Prozent (Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung)
  • maximale Gebäudehöhen von 14 Metern verhindern die Verschattung während der Vegetationsperiode

Aktueller Stand

Die ReGe Hamburg verantwortet bei der Gewerbegebietsentwicklung Neuland 23 das technische Projektmanagement. Dazu gehören die Planung, die bauvorbereitenden Maßnahmen und die Baubegleitung zur hochbaureifen Herrichtung der Flächen. Im Anschluss an unsere Wirtschaftlichkeitsprognose wurde im Januar 2015 der B-Planentwurf vom Bezirk Harburg veröffentlicht. Bis Ende 2015 soll das Gebiet geplant und ab 2016 für vier Jahre gebaut werden. Die Umsetzung erfolgt in vier Phasen mit einer immer verlässlicher werdenden Kostenkalkulation und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. 

Zahlen & Fakten:

Maßnahme:Gewerbegebietsentwicklung
Unsere Leistung:Technisches Projektmanagement
Bedarfsträger:HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung 
Bauzeit:voraussichtlich 2016 bis 2020
Investitionssumme:ca. 30 Mio. €
Gebietsfläche:25 Hektar
Lage:nördlich der Neuländer Straße/ A1-Abfahrt 23
Bezirk:Harburg
Das Plangebiet aus der Luft, nördlich der Abfahrt 23 von der Bundesautobahn A1
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