Ausgleich in den Borghorster Elbwiesen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Ausgleich in den Borghorster Elbwiesen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Die A26 in Niedersachsen, Foto: Aufwind/ H. Weitzel

Fischbeker Heidbrook, Foto: IBA Hamburg GmbH

Die Speicherstadt aus der Luft, Foto: Aufwind

Wasserwirtschaft Süderelbefonds

Grunderwerb, Flächenmanagement und wasserwirtschaftliche Maßnahmen – das Projekt Süderelbefonds schließt verschiedene Maßnahmen ein. Dafür stellte die Freie und Hansestadt Hamburg 2007 mit dem Treuhandfonds Süderelbe Mittel in Höhe von 42 Millionen Euro zur Verfügung. So war die Voraussetzung geschaffen, die erforderlichen Flächen für den Bau der Umgehungsstraße Finkenwerder (2012) und der neuen Autobahn A26 zu erwerben. Mit den Ersatzgrundstücken und der wasserwirtschaftlichen Neuordnung sichert die ReGe Hamburg den Obstanbau im Süderelberaum nachhaltig. 

Umfangreiche wasserwirtschaftliche Maßnahmen für eine effektive Landnutzung

Um den Obstanbau in der Region III. Meile Alten Landes langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, wird die Wasserwirtschaft neu geordnet. Das Gebiet ist etwa 2.200 Hektar groß und Teil des größten zusammenhängenden Obstanbaugebiets Europas, dem Alten Land. Es befindet sich zwischen den Orten Nincop und Hohenwisch entlang der Alten Süderelbe und in Finkenwerder. Im Auftrag des Hauptentwässerungsverband der Dritten Meile Altenlandes (HEV), der eine Dachorganisation aus neun Schleusen-, Sommerdeich- und Sielverbänden ist, werden im Süderelberaum: 

  • hydraulisch leistungsfähige Gräben ausgebaut,
  • Durchlässe hydraulisch ertüchtigt,
  • Entwässerungs-  bzw. Polderschöpfwerke errichtet und
  • Beregnungsteiche angelegt.

Leistungsfähige wasserwirtschaftliche Infrastruktur für den Obstanbau im Alten Land

 

Die Maßnahmen haben zum Ziel, eine leistungsfähige wasserwirtschaftliche Infrastruktur für den Obstanbau herzustellen und gleichzeitig die naturschutzfachlichen Vorgaben sowie die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu berücksichtigen. Finanziert werden die Maßnahmen mit Mitteln aus dem Treuhandfonds Süderelbe und einem Teil mit europäischen Fördermitteln aus dem Landwirtschaftsfonds ELER sowie der GAK, Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.

Derzeit werden über hundert wasserwirtschaftliche Einzelmaßnahmen umgesetzt, die eine effektive Landnutzung ermöglichen und die Anbaubedingungen verbessern. Sie dienen

  • der nachhaltigen Optimierung des Entwässerungsregimes,
  • der Wasserbereitstellung für die Frostschutzberegnung während der Blütezeit im Frühjahr,
  • aber auch der Regulierung der Wasserstände im Süderelberaum, der dem Tideeinfluss unterliegt.

Hintergrund zum Treuhandfonds Süderelbe

Um die für den Bau der Umgehungsstraße Finkenwerder notwendigen Grundstücke zu erwerben, nahm die ReGe Hamburg 2006 die Güteverhandlungen mit den betroffenen Obstbauern auf. Auf Initiative der ReGe Hamburg einigten sich 2007 alle beteiligten Akteure auf die Einrichtung des Treuhandfonds Süderelbe, in dem die Freie und Hansestadt Hamburg Mittel in Höhe von 42 Millionen Euro für Flächenerwerb, Flächentausch, Wertausgleiche und Kompensationsmaßnahmen zur Verfügung stellte. Daraufhin wurde die ReGe Hamburg zur Treuhänderin des Fonds bestellt und mit dem Flächenmanagement und den weiteren Güterverhandlungen beauftragt. Im März 2009 hatte die ReGe Hamburg alle notwendigen Grundstücke erworben. Damit einhergehend wurden alle Klagen und sonstigen Rechtsbehelfe der Betroffenen zurückgenommen. Es konnte unmittelbar mit den Baumaßnahmen für die Umgehungsstraße begonnen werden, die 2012 fertiggestellt und zum Verkehr freigegeben wurde. 

 

 

Aktueller Stand

Für die Neuordnung der Wasserwirtschaft im Rahmen des Süderelbefonds wurden eingangs die Bedarfe aller beteiligten Wasserverbände und Landwirte aufgenommen und ein Gesamtkonzept erarbeitet. Für einen Großteil der Maßnahmen des Gesamtkonzepts stehen noch Planfeststellungsbeschlüsse aus bzw. sind nicht vollziehbar. Fast alle genehmigten Maßnahmen wurden bereits baulich umgesetzt. Die große Anzahl der Maßnahmen auf einem Areal von über 2.200 Hektar Fläche zu koordinieren, ist dabei Teil unserer Managementleistung. 

Zahlen & Fakten:

Maßnahme:Wasserwirtschaftliche Maßnahmen und Flächenmanagement
Unsere Leistung:Bauherrenseitiges Projektmanagement und Verwaltung des Treuhandfonds
Auftraggeber:Hauptentwässerungsverband der Dritten Meile Altenlandes (HEV) und Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Anzahl der Einzelmaßnahmen:ca. 100
Fläche des Maßnahmengebiets:ca. 2.260 ha 
Bauzeit:2011 bis voraussichtlich 2016
Höhe des Treuhandfonds Süderelbe: 42 Mio. € + zusätzl. Fördermittel (ELER und GAK)
Lage:Nincop, Neuenfelde, Rosengarten, Viersielen, Francop, Vierzigstücken, Hohenwisch, Finkenwerder
Wasserwirtschaftliche Zuständigkeit:Hamburg-Mitte, Hamburg-Harburg, HPA

Leistungsfähige wasserwirtschaftliche Infrastruktur entsteht für den Obstanbau im Alten Land
Neun Einzelverbände bilden das Maßnahmengebiet für die Neuordnung der Wasserwirtschaft
Durchlässe
Gräben
Entwässerungs- und Polderschöpfwerke
Ausbau der Wassergräben
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