ZAL TechCenter im Dezember 2015, Foto: Martin Kunze

ZAL TechCenter, Foto: Martin Kunze

Deichtorhallen Hamburg, Foto: Henning Rogge

Foto: IBA-Dock und BallinStadt aus der Luft

IBA-Energiebunker, Foto: Aufwind

Umgehungsstraße Finkenwerder

Airbus-Werkserweiterung in Finkenwerder

Ausgleichsmaßnahmen

Als naturschutzfachlichen Ausgleich für die Verfüllung eines circa 170 Hektar großen Teils des Mühlenberger Lochs wurden Ausgleichsmaßnahmen zwingend notwendig. Das insgesamt 700 Hektar große, aus Süßwasserwatt und Flachwasserbereichen bestehende Ästuargebiet hat einen hohen Schutzstatus als EG-Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und ist Teil des NATURA 2000 Netzwerks. Die verloren gegangenen Funktionen im Naturhaushalt galt es in räumlicher und zeitlicher Nähe zu ersetzten.

Hahnöfersand (2005)

Aufgabe der ReGe Hamburg war es, auf der im frühen 20. Jahrhundert aufgespülten Elbinsel Hahnöfersand insgesamt 104 Hektar neue Süßwasserwattflächen und Flachwasserzonen zu schaffen, die dem natürlichen Tideeinfluss unterliegen. Dafür wurde in zwei Buchten mit einer Größe von 63 Hektar und 41 Hektar die Deichlinie rückverlegt und der Boden abgetragen. Ein Jahr nach Baubeginn begann die ReGe Hamburg, den wachsenden Vogelbestand, den Fischbestand und die sich bildende Ufervegetation zu beobachten und zu dokumentieren. Die auf Hahnöfersand neu geschaffenen Watt- und Flachwasserzonen etablierten sich rasch als Rastgebiete von Zugvögeln wie u.a. Krickenten, Brandgänsen, Schnatterenten und Löffelenten. Die Krickente erreichte in den letzten Jahren mit bis zu 6.300 gezählten hier rastenden Exemplaren sogar mehrfach Bestände von internationaler Bedeutung. 2005 wurden die Baumaßnahmen abgeschlossen. Bereits 2008 zeigte das Monitoring einen Bestand an Tieren und Pflanzen an, der es ermöglichte, das Gebiet als Naturschutzgebiet auszuweisen. 2010 wurden die Flächen als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet bei der EU angemeldet.

Hörner Au (2007)

Das Gebiet Hörner Au liegt am Rande der Stör-Niederung in Schleswig-Holstein. Die Flächen werden bereits seit 200 nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Eine Teilfläche von 148 Hektar wurde 2007 vernässt, um sie als neues Vogelschutzgebiet mit Brut- und Rastfunktion für Wasser- und Wiesenvögel im Netz Natura 2000 auszuweisen. Durch gezielte Anstaumaßnahmen und eine entsprechende Bewirtschaftung wurden Feuchgrünland und kleine Wasserflächen geschaffen.

Borghorster Elbwiesen (geplante Fertigstellung 2016)

Mit der letzten Kohärenzmaßnahme für die Airbus-Werkserweiterung wird im Herbst 2016 in Altengamme der Leitdamm geöffnet und ein Teil der Borghorster Elblandschaft wieder dem Tideeinfluss ausgesetzt. Durch die Vernässung werden neue wertvolle, tidegeprägte Lebensräume wie Süßwasserwatten entstehen und das Gebiet wird naturschutzfachlich aufgewertet. Auf die Profilierung der Wattflächen, die Verbreiterung des Leitdamms und den Bau eines Sielbauwerks in 2015 folgen 2016 die Verlegung der Straße Horster Damm auf den Leitdamm.

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