ZAL TechCenter im Dezember 2015, Foto: Martin Kunze

ZAL TechCenter, Foto: Martin Kunze

Deichtorhallen Hamburg, Foto: Henning Rogge

Foto: IBA-Dock und BallinStadt aus der Luft

IBA-Energiebunker, Foto: Aufwind

Umgehungsstraße Finkenwerder

Airbus-Werkserweiterung in Finkenwerder

IBA Energiebunker

Der ehemalige Flakbunker in Wilhelmsburg wurde 1943 erbaut und bot im Zweiten Weltkrieg bis zu 30 000 Menschen Schutz. Im März 2011 startete die ReGe Hamburg mit der Sanierung des Bunkers, damit dieser im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg 2013 zum Öko-Kraftwerk ausgebaut werden konnte.

Ehemaliger Flakbunker wird zu Öko-Kraftwerk

Um das Mahnmal als Öko-Kraftwerk wiederzubeleben, ließ die ReGe Hamburg im Auftrag der IBA Hamburg den einsturzgefährdeten Flakbunker wieder instand setzen. Das durch eine Entfestigungssprengung im Jahr 1947 zerstörte Tragwerk wurde wiederhergestellt und die Gebäudehülle saniert. Ein Café mit Aussichtsterrasse auf 30 Metern Höhe und eine Ausstellung zur Gesichte des Orts vervollständigen die Erneuerung. Die ReGe Hamburg übernahm das vollumfängliche Projektmanagement, indem sie die Planungskoordination, Ausschreibungen und Vergaben, Genehmigungen sowie das Bauvertragsmanagement verantwortete und fristgemäß zum Abschluss brachte. Im IBA-Präsentationsjahr 2013 wurde der Energiebunker als eines von 60 IBA-Projekten der Öffentlichkeit vorgestellt und nahm den Betrieb auf.

Regenerative Energieerzeugung und -versorgung vor Ort

Als Kraftwerk kann der Bunker nun regenerative Energie erzeugen. Aus den Sonnenkollektoren, aus dem mit Biogas befeuerten Blockheizkraftwerk und die Abwärme eines benachbarten Industriebetriebs wird die Energie gespeist. Dafür werden circa 2 000 Quadratmeter der Dach- und Südfassade für die Gewinnung von Solarenergie genutzt. Im Inneren wurde ein Blockheizkraftwerk auf Biomassebasis eingerichtet sowie eine Holzfeuerungsanlage und eine solarthermische Anlage installiert. Die überschüssige Wärme wird in einem Großwärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von circa 2 000 Kubikmetern gesammelt. Mit der gewonnenen, erneuerbaren Energie werden derzeit 800 Wohnungen des Stadtteils mit Wärme versorgt. Ziel ist es, 3 000 Haushalte mit Wärme zu versorgen und Öko-Strom für 1 000 Haushalte in das Hamburger Verteilnetz einzuspeisen. Das technische Konzept ist weltweit einmalig und das Projekt steht beispielhaft für eine dezentrale Energiepolitik, bei der Energiegewinnung und -versorgung an einem Ort stattfinden.

Zahlen & Fakten:

Maßnahme:Sanierung und Erneuerung/ Umbau-Maßnahme
Unsere Leistung:Projektmanagement
Bedarfsträger:IBA Hamburg GmbH
Architekten:Hegger Hegger Schleif HHS Planer + Architekten AG, Kassel
Bauzeit:2011 – 2013
Gebäude
Investitionssumme:13,5 Mio. €
Höhe (Aussichtsterrasse):30 Meter
Grundfläche:57 x 57 m
Höhe:42 m
Ausstellung mit Café:880 qm + 540 qm
Energiezentrale:5.625 qm
Sonnenkollektorfassade:ca. 1.350 qm (Dach); 750 kW; 600 MWh/a
Photovoltaik:ca. 670 qm (Südseite); 100 kWp; 90 MWh/a
Wärmespeicher:2.000 cbm
Gesamtleistung Wärme: 22.400 MWh - ausreichend für 3.000 Haushalte
Gesamtleistung Strom:2.850 MWh - ausreichend für 1.000 Haushalte
Lage:Neuhöfer Straße 7, 21107 Hamburg
Bezirk:Mitte
Website:www.iba-hamburg.de
IBA-Energiebunker mit Sonnenkollektorfassade von 1.350 Quadratmetern, 2014, Foto: Aufwind
Der Bunker in Wilhelmsburg war lange Zeit ungenutzt, 2008, Foto: Aufwind
Die Fassade des Bunkers wurde im März 2011 aufgebrochen, Foto: IBA Hamburg GmbH/ Johannes Arlt
"Klotz im Park", der Energiebunker der IBA öffnet sich den Besuchern, September 2011, Foto: IBA Hamburg GmbH/ Johannes Arlt
Im Inneren: Das Tragwerk des Bunkers wurde 1947 zerstört
Detail der Bunkerfassade mit Bewehrungstahl
Die laufenden Bauarbeiten im September 2011
2011 wird der Bunker saniert
Ertüchtigt und instand gesetzt: Neue Stützen sind im Inneren entstanden
Außen ist die Fassade saniert worden, Foto: Martin Kunze
Der Ausblick von der Terrasse auf 30 Metern Höhe
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